Aktuell

Anlässlich des 20jährigen Bestehens unserer „Stiftung Kirchgemeinde Loschwitz“ hatte der Vorstand zu einem kleinen Festakt am 31. August um 17:00 Uhr in unsere Kirche eingeladen. Etwa 100 Stifterinnen und Stifter und auch Glieder unserer Gemeinde waren der Einladung gefolgt und erlebten einen ermutigenden Nachmittag und Abend. Nach der Begrüßung durch Rainer Staudt als Vorsitzenden des Vorstands konnte Superintendent Albrecht Nollau in seiner Andacht die Zuhörenden auf ihrem Weg der Stiftung stärken und vergewissern. Er nahm das Wort aus Jesaja auf, das von Anfang an der Stiftung als Losung diente und auch in die Stifterplatte eingehauen ist: „Die auf den Herrn vertrauen, kriegen neu Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden“ (Jes 40,31). Sup. Nollau verwies auf das dem Vers im Originaltext vorangehende „aber“ als Kontrast zu allen nur menschlichen Bemühungen, die in ihrer Autonomie Gefahr laufen, sich zu überschätzen und am Ende in Resignation zu münden. Das Vertrauen zu Gott aber schafft einen weiten Raum und eine große Perspektive.
Beim nachfolgenden „Kleinen Konzert“ konnten sich die Zuhörer an den wunderbaren Stimmen von Anna Barbara Steude und Florian Hartfiel erfreuen, die, von Giljin Kirchhefer am Flügel begleitet, Arien und Lieder von Bach bis zu den Romantikern vortrugen. Beide Solisten waren über ihre Familien in besonderer Weise der Stiftung in der Zeit ihrer Entstehung verbunden.

Schließlich führten Bilder vom Wiederaufbau der Kirche aus den Jahren 1997 bis 2007 zu einer Rückbesinnung auf eine bedeutende Zeit unserer Gemeinde. Eberhard Münzner, durch seine große Sammlung von Fotografien und Texten ein so wertvoller Chronist unserer Gemeinde, brachte noch einmal große und auch kleinere Ereignisse dieser Jahre und vor allem auch Menschen, die nicht mehr leben und doch wichtige Akteure gewesen sind, vor aller Augen. Deutlich wurde den Betrachtern, dass uns mit dem Wiederaufbau der Kirche ein unvergleichliches Geschenk zugekommen ist, und dass die Stiftung sich als eine Fortführung und Entfaltung dieser Gabe verstehen kann, indem sie das geistliche Leben in dieser Kirche für die Zukunft bewahren und sichern hilft.

Nach all den Eindrücken formulierte Eleonore Jakobasch als Mitglied des Kirchenvorstandes die Erwartungen und Hoffnungen der Gemeinde auf einen baldigen positiven Bescheid des Landeskirchenamtes für die Einrichtung einer zusätzlichen 50%-Pfarrstelle für Loschwitz – finanziert durch die Stiftung. Sie schloss mit dem Monatsspruch für September: „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke“ (Ps 46,2)

Der kleine Festakt fand seinen Abschluss in einem opulenten Büfett im Pfarrhof. Vorbereitet von vielen Helfer, in besonderer Weise von Jutta Paasche, Monika Nicklisch, Rowena Winkelmann und Siegfried und Renate Weber, konnten sich die Stifterinnen und Stifter lebhaft austauschen. Allen war es eine Freude, sich unter dem spätsommerlichen Abendhimmel als eine Gemeinschaft der Zuversicht und der Hoffenden zu erleben. Welche andere Tugend könnte denn unserem Glauben gemäßer sein? 

Erfüllt und dankbar konnten wir als Stiftungsvorstand allen Besuchern auch eine kleine Dokumentation über die 20 Jahre des Bestehens der Stiftung mit auf den Weg geben. Sie enthält berührende Zeugnisse von Menschen in ihrer inneren Verbundenheit zu unserer Gemeinde. Exemplare sind noch vorhanden und können in der Kanzlei erworben werden.

Im Namen des Vorstandes der Stiftung sagen wir allen, die an diesem kleinen Festakt mitgewirkt haben, ganz herzlichen Dank. Und wir danken allen Stifterinnen und Stiftern, die uns in ihrer Treue bisher begleitet haben und hoffentlich auch weiter begleiten werden.

„Die auf dem Herrn vertrauen, kriegen neue Kraft…“

20 Jahre Stiftung Kirchgemeinde Loschwitz

Kleiner Festakt in der Loschwitzer Kirche
am 31. August 2025
17:00 Uhr Begrüßung, Rainer Staudt, Vors. d. Vorstands der Stiftung Kirchgemeinde Loschwitz
Andacht „Die auf den Herrn vertrauen kriegen neue Kraft“, Sup. Albrecht Nollau
17:20 Uhr Kleines Konzert Barbara Christina Steude, Sopran; Florian Hartfiel, Bariton; Giljin Kirchhefer, Orgel/Klavier
18:00 Uhr Vortrag mit Bildern – Der Wiederaufbau unserer Kirche zwischen 1995 und 2006, Eberhard Münzner
19:00 Uhr Essen im Pfarrhof

Wir freuen uns, dass wir Ihnen an diesem Tag auch eine Broschüre zur Geschichte der Stiftung überreichen können.

Vorausschau:

Die nächste Stifterversammlung wird aus terminlichen Gründen erst am 1. Februar 2026 stattfinden. Wir dürfen dort unseren Landesbischof Tobias Bilz ganz herzlich begrüßen. Er wird uns eigene Gedanken zur Situation unserer Kirche vortragen und dann auch für einen lebhaften Austausch zur Verfügung stehen.
Wir freuen uns auf seine Zusage.

Stiftversammlung 2024

Am Sonntag, dem 3. November 2024, fand im Kirchgemeindehaus in der Grundstraße 36 unsere Stifterversammlung statt. 60 Personen waren der Einladung gefolgt. Nach einer geistlichen Besinnung durch Pfr. Gabriel Beyer trug Pfr. i.R Dietmar Selunka unter dem Titel “ Herden, Fährten, Furten und Biotope – ein Versuch, mit Bildern unserer kirchlichen Tradition über die Gemeinde und über die Zukunft der Kirche zu sprechen“ Gedanken vor, der Misere unserer Kirche mit ermutigender Erinnerung zu begegnen. Grundstrukturen des Lebens wie Nähe, Vertrauen, Stabilität und Kontinuität wurden dabei als Raster vergangener wie auch zukünftiger Gemeindebildungen sichtbar gemacht und gegen den Vorwurf eines rückwärts gewandten Denkens verteidigt.
Der anschließende Bericht von Rainer Staudt, dem Vorsitzenden des Stiftungsvorstands, zur Arbeit der Siftung und zum Stand des Vermögens bezeugte erneut, welche finanzielle Kraft aus einer lebendigen, identitätsbewahrenden Gemeinde erwächst, wenn man auf die fast 20 Jahre seit der Gründung der Stiftung zurückblickt.
Das anschließende Büfett, liebevoll vorbereitet von Monika Nicklisch und Jutta Paasche, gab wieder in bewährter Weise Gelegenheit zu einem lebendigen Austausch der Stifterinnern und Stifter.

Stifterversammlung 2023

Am Sonntag, dem 12. November, fand in unserer Kirche die Stifterversammlung statt.
Die über 80 Personen – Stifter wie auch Gemeindeglieder – erlebten beim Wiederhören des Festvortrages, den Prof. Dr. Heinrich Magirius am 6. Oktober 2004 in unserer Kirche gehalten hatte und der glücklicherweise aufgezeichnet worden war, eine beeindruckende Rückbesinnung auf die Bedeutung des Nosseni-Altars in seiner ästhetischen Qualität wie auch seines geschichtlichen Kontextes als eines Zeugnisses des Glaubens der Kurfürstin Sophie.
Nach dem Vortrag wurde über die Entwicklung der Stiftung im zurückliegenden Jahr berichtet. Es konnte mit großer Dankbarkeit ein weiterer Zuwachs des Vermögens sowie die Struktur der Anlagen dargestellt werden.
Herzlichen Dank allen Spendern und Spenderinnen!
Aufgrund neuer, einschneidender Reduktionen der Pfarrstellen im Schwesternkirchverhältnis ab 2025 wurde über verschiedene Perspektiven diskutiert, wie die Gemeinde dieser Situation begegnen kann. Deutlich trat dabei die Hoffnung hervor, dass mit der Stiftung in den kommenden Jahren ein wesentlicher Beitrag geleistet werden könnte für den Erhalt der Stelle eines Pfarrers oder einer Pfarrerin für die Loschwitzer Gemeinde.
Darüber wird in der kommenden Zeit noch ausführlich und mit viel Zuversicht und Fantasie nachzudenken sein.
Der Abend endete wie in jedem Jahr mit einem wunderbaren Büfett, bereitet von vielen Frauen aus der Gemeinde, für deren Engagement wir an dieser Stelle sehr herzlich danken.

Stifterversammlung 2022

Unsere Stifterversammlung fand am Sonntag, dem 30. Oktober 2022, in der Loschwitzer Kirche statt. Orgelbaumeister Kristian Wegscheider führte in seinem äußerst lebendigen Vortrag über die von ihm vor 25 Jahren gebaute Orgel die Zuhörer quasi noch einmal in das Innere dieses wunderbaren Instruments.
Im Bericht über die Entwicklung der Stiftung im zurückliegenden Jahr konnte ein weiterhin positives Ergebnis vermeldet werden, so dass gemäß dem Stiftungszweck – der Unterstützung der Seelsorge in der Gemeinde – entsprechende Mittel der Gemeinde zufließen können.

Stifterversammlung 2021

Die Stifterversammlung am Reformationstag 2021 fand in diesem Jahr pandemiebedingt in der Kirche statt. Den wunderbaren Zwischentönen von Violine und Cello kam das sicher zugute. Für die akustische Verstehbarkeit wurde extra eine Anlage installiert. Pfarrer Deckert zielte in seiner Andacht gleich auf die dann folgende Thematik, indem er nach Früchten des Reformationstages fragte und das zuerst in der Forstwirtschaft entstandene Anliegen der Nachhaltigkeit mit Rahmenbedingungen für ein geistliches Wachstum verglich. Rainer Staudt als Stiftungsvorstand erläuterte die Bilanz des Vorjahres – ein wiederum sehr respektables Ergebnis war da zu vernehmen – Dank und Anerkennung an alle daran Beteiligten!

Als Gast begrüßte Pfarrer i. R. Selunka den Präsidenten des Landeskirchenamtes, Hans-Peter Vollbach. Im Nachgang dankte er ihm im Namen des Vorstandes der Stiftung, dass er der Einladung zur Stifterversammlung folgte und sich die Zeit nahm, seine Gedanken zur kirchlichen Lage in einer sich verändernden Gesellschaft vorzutragen.

Er schrieb dazu: „Ihre Ausführungen haben uns ja vor Augen geführt, wie allein durch den Rückgang der Kirchenmitglieder seit 1990 und den in den letzten Jahren verschärften gesellschaftlichen Konflikten unsere Kirche in einem sehr komplexen Spannungsfeld leben und arbeiten muss.

Für uns war es wertvoll, Sie in ihrem verantwortungsvollen Amt als Präsident unserer Landeskirche bei der anschließenden Diskussion als zuhörenden, aber auch verteidigenden Mitbruder unserer Kirche wahrzunehmen. Sie werden dabei gewiss auch gespürt haben, welches Potential in einer lebendigen Gemeinde vorhanden ist – sowohl in den Ideen wie auch in den materiellen Ressourcen –, Arbeitsfelder der Gemeinde lebendig zu erhalten.
Wir würden uns freuen und Sie auch ermutigen, das Gespräch mit der Basis der Kirche, den Gemeinden in ihrer unterschiedlichen Ausprägung, immer wieder zu suchen, um im Miteinander den Geist Gottes als Aufbruch und Verheißung für unsere Kirche auch in schwieriger Zeit zu spüren.“

Das Gespräch im Miteinander – mag es auch unter uns nicht abbrechen und immer wieder gelingen! – Wenn schon diesmal nicht bei einer Begegnung am Buffet, so gingen die Versammelten doch mit einem Reformationsbrot, eigens mit dem Siegel der Stiftung versehen, heimwärts.

Wochen später hätte die Versammlung so gar nicht stattgefunden. Seien wir dankbar, dass es gelang!

Pfarrer Markus Deckert