Wie arbeitet die Stiftung?

Vorstand

Der Vorstand ist nach der Satzung der Stiftung das Organ der Stiftung, welches die Stiftung leitet, erforderliche Entscheidungen trifft und die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich vertritt. Wesentliche Tätigkeitsfelder sind die Einwerbung von weiteren Zustiftungen, die Verwaltung des Stiftungsvermögens und die Entscheidung über die Verwendung der Erträge der Stiftung im Sinne des Stiftungszwecks, wie er in der Satzung niedergelegt ist. Darüber hinaus ist der Vorstand dafür verantwortlich, dass jährlich ein Jahresabschluss erstellt wird, der von der Stiftungsaufsicht zu bestätigen ist. Außerdem sind gegenüber den Finanzbehörden Erklärungen abzugeben und Nachweise zu führen, die die steuerliche Begünstigung der Stiftung sicher stellen. Die einzelnen Mitglieder des Vorstandes werden vom Kirchenvorstand der Gemeinde unbefristet berufen. Der Kirchenvorstand kann die Vorstandsmitglieder jederzeit abberufen.

Beirat

Die Mitglieder des Beirates beraten den Vorstand im Vorfeld seiner Entscheidungen und übernehmen wichtige Teile der operativen Umsetzung der Arbeit der Stiftung. Der Beirat ist vom Vorstand eingesetzt worden, die Mitglieder werden vom Vorstand berufen und abberufen. Schwerpunkt der Tätigkeit des Beirates ist die Öffentlichkeitsarbeit. Das sind alle Tätigkeiten, die mit der Wahrnehmung der Arbeit der Stiftung in der Öffentlichkeit zu tun haben, insbesondere natürlich innerhalb unserer Gemeinde und mit der Werbung um weitere Zustiftungen. Eine besondere Aufgabe ist hierbei die Kommunikation mit allen aktiven Zustiftern.

Arbeitsgruppe Vermögensanlage

Diese Arbeitsgruppe besteht aus einzelnen Mitgliedern des Vorstands und des Beirats (2 bis 3 Personen). Sie hat die Aufgabe, Entscheidungen zur sicheren und ertragreichen Anlage des Stiftungsvermögens vorzubereiten, indem sie dem Vorstand Anlagevorschläge zur Entscheidung unterbreitet.

Ehrenamt / Kosten der Stiftung

Die Verwaltung einer Stiftung kostet Geld. Da wir möglichst alle Erträge des Stiftungsvermögens dem Stiftungszweck vorbehalten wollen, müssen die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Daher arbeiten alle Vorstandsmitglieder und alle Mitglieder des Beirates ehrenamtlich für die Stiftung. Es werden also keinerlei Vergütungen für deren Tätigkeit für die Stiftung gezahlt. Gleiches gilt natürlich auch für die vielen Anderen, die die Arbeit der Stiftung unterstützen, also z.B. durch die Verteilung der Post oder die Durchführung der jährlichen Stifterversammlung. Auch die sonstigen Kosten (Büromaterial, Porto) können sehr gering gehalten werden. Insgesamt sind im Jahr 2017 Kosten in Höhe von 4,1% vom Stiftungsertrag angefallen. Das ist ein im Bundesvergleich der Stiftungen sehr niedriger Wert. Man kann festhalten, dass die Erträge praktisch ungeschmälert dem Stiftungszweck zugeführt werden.

Anlagerichtlinie

Die sichere und im Sinne des Stiftungszwecks ertragreiche Anlage des Stiftungsvermögens stellt eine wesentliche Aufgabe dar. Wichtige Rahmenbedingungen der Vermögensanlage sind in einer Anlagerichtlinie der Stiftung niedergelegt, die der Vorstand erstmals am 15. September 2012 beschlossen und zuletzt am 3. November 2017 geändert hat. Die Anlagerichtlinie enthält u.a. Regelungen zu möglichen Anlageklassen, Bonitäten, Laufzeitstrukturen und vor allem definiert sie auch Anforderungen an die Nachhaltigkeit der Anlage des Stiftungsvermögens. Alle Anlageentscheidungen werden seither unter Beachtung dieser Richtlinie getroffen.

Grundsätze guter kirchlicher Stiftungspraxis – Merkmale kirchlicher Stiftungen

Der Arbeitskreis Kirchen im Bundesverband Deutscher Stiftungen hat Grundsätze guter kirchlicher Stiftungspraxis formuliert. Hierin werden insbesondere Anforderungen an die Tätigkeit der handelnden Personen formuliert, in unserem Fall also die Vorstands- und Beiratsmitglieder. Der Vorstand hat mit Beschluss vom 12. März 2012 sich und alle Mitglieder der Gremien der Stiftung auf die Beachtung dieser Grundsätze verpflichtet. Gleichfalls hat der Arbeitskreis Merkmale kirchlicher Stiftungen beschrieben. Unsere Stiftung erfüllt diese Merkmale in vollem Umfang.